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Wenn jede Hand zählt – das KatHelfer Ökosystem

Menschen von verschiedenen Rettungsdiensten – KatHelfer Pro koordiniert Helfende

KatHelfer verbindet Einsatzkräfte und Helfende

Wenn Hochwasser Straßen überflutet, ein Sturm die Infrastruktur beschädigt oder eine Hitzewelle Menschen gefährdet, wollen viele Bürgerinnen und Bürger sofort helfen. Für Kommunen, Einsatzleitungen und Hilfsorganisationen ist diese Unterstützung unverzichtbar. Sie muss aber sicher, schnell und bedarfsgerecht koordiniert werden. Unübersichtliche Messenger-Gruppen, einzelne Anrufe und spontane Treffpunkte reichen dafür nicht aus. KatHelfer schafft die digitale Verbindung zwischen professionellen Einsatzkräften und freiwilligen Helfenden. Die Plattform vermittelt Aufgaben, bündelt verfügbare Fähigkeiten und erleichtert die Kommunikation im Einsatz. So wird aus spontaner Hilfsbereitschaft verlässliche Unterstützung und aus vielenHelfenden ein wirksames Netzwerk für den Katastrophenschutz.

Durch Spontanhilfe Wirkung entfalten mit KatHelfer

KatHelfer verbindet freiwilliges Engagement, professionelle Einsatzorganisationen und digitale Prozesse zu einem Ökosystem für die Hilfe im Ernstfall. Wenn Hochwasser Straßen überflutet, ein Sturm ganze Regionen lahmlegt oder eine Hitzewelle besonders gefährdete Menschen belastet, dauert es meist nicht lange, bis Hilfsangebote eintreffen. 

Menschen wollen anpacken: Sandsäcke füllen, Transporte übernehmen, Notunterkünfte unterstützen, Lebensmittel verteilen oder Nachbarinnen und Nachbarn versorgen. Diese Bereitschaft ist ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Gleichzeitig stellt sie Einsatzleitungen und Kommunen vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn aus vielen gut gemeinten Angeboten muss schnell eine Hilfe gefunden werden, die sicher, bedarfsgerecht und koordiniert ankommt. Genau dafür steht die SaaS Plattform KatHelfer. Die Lösung bringt professionelle Einsatzkräfte und Behörden. Hilfsdienste und spontane und ungebundene Helfende zusammen. Sie schafft die digitale Verbindung zwischen Menschen, die helfen wollen, und den Stellen, die in einer Krise wissen, welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird.

Ohne Spontanhilfe geht es nicht

Krisenlagen werden häufiger, komplexer und treffen oft viele Menschen gleichzeitig. Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk und kommunale Stellen leisten in solchen Situationen Außergewöhnliches. Ihre Ressourcen sind jedoch nicht unbegrenzt. Gerade bei lang andauernden Ereignissen oder großflächigen Schäden kann die Unterstützung aus der Bevölkerung entscheidend sein. Spontanhilfe ist deshalb kein Randthema des Katastrophenschutzes. Sie ist ein fester Bestandteil gesellschaftlicher Resilienz.

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Vom Hilfsangebot zum passenden Einsatz

Menschen vor Ort kennen ihre Umgebung, reagieren schnell und bringen ganz unterschiedliche Fähigkeiten mit. Manche verfügen über handwerkliches Know-how, andere über Fahrzeuge, Sprachkenntnisse, medizinische Erfahrung oder Zeit für organisatorische Aufgaben. Oft sind es gerade diese zusätzlichen Kapazitäten, die professionelle Strukturen entlasten und Hilfe beschleunigen können.

Die Herausforderung liegt nicht in der Bereitschaft zu helfen. Sie liegt darin, diese Bereitschaft sinnvoll einzubinden. Wer sich spontan über soziale Netzwerke oder Messenger-Gruppen organisiert, erreicht schnell viele Menschen. Doch dabei bleibt häufig offen: Wo wird Hilfe gebraucht? Welche Aufgabe ist für wen geeignet? Wer übernimmt die Einweisung? Welche Sicherheitsregeln gelten am Einsatzort? Und wie lässt sich vermeiden, dass zu viele Helfende an einem Ort eintreffen, während an anderer Stelle Unterstützung fehlt? Ohne klare Koordination kann wertvolle Energie verloren gehen. Im schlimmsten Fall entstehen zusätzliche Risiken für Helfende und Einsatzkräfte. KatHelfer löst genau dieses Problem durch das KI-basierte Matching von Angebot und Nachfrage, sowie dem Tracking und der Koordination der Einsätze und Ressourcen.

Kommunikation über vertraute Kanäle und Apps

In einer Krise zählt jede Minute, deshalb ist KatHelfer keine App, die noch zusätzlich auf dem Smartphone installiert werden muss - die Plattform verfolgt einen niedrigschwelligen Ansatz und ist als Chatbot in bestehende Messenger Services wie RCS (Rich Communication Suite), Telegram und WhatsApp integriert. Bei der Registrierung werden die Hürden so weit wie möglich gesenkt um schnell und einfach eine große Anzahl von Menschen anzusprechen: Neben einem oder mehreren von 5 vordefinierten Fähigkeiten geben die Spontanhelfenden nur noch ihren gewünschten Einsatzort an und sind dann direkt in der Datenbank. Weitere Informationen, die zur Nachverfolgung des Einsatzes gebraucht werden, werden erst bei Einsatzbeginn an der Sammelstelle digital im System erfasst.

Die Plattform verfügt auch über eine Schnittstelle, über die sich weitere Anwendungen anbinden können und aus deren Nutzerpools Spontanhelfende rekrutiert werden können. Dazu gehören heute schon unter anderem die Ersthelfer App KATRETTER, sowie das BBK Systeme Mobile Helfer, das ungebundene Helfer koordiniert.

KatHelfer ist mehr als eine Anwendung

Durch den Technologie und System agnostischen Ansatz von KatHelfer,, sowohl auf der Seite der Helfenden als auch auf Seite der Behörde und Hilfsorganisationen, ist die Plattform mehr als nur eine Anwendung für einen speziellen Einsatzfall, sondern ein zentraler Aggregator eines wachsenden Ökosystems an Diensten. 

KatHelfer ist mehr als nur ein technologisches Ökosystem. Zusammen mit den beiden größten Hilfsorganisationen - DRK und Malteser - wurde auch ein umfangreiches sozio organisatorisches Konzept erarbeitet, dass bei der Einführung und dem Einsatz von KatHelfer unterstützt: vom Tätigkeitskatalog bis hin zu Schulungsmaterialien für operative Einsatzkräfte steht eine umfangreiche Sammlung an Dokumenten, Prozessen und Informationen zur Verfügung.

Hilfe in zunehmend diversifizierten Lagen

Spontanhilfe wird oft vor allem mit großen Flutlagen oder schweren Unwettern verbunden. Ihr Potenzial reicht jedoch weiter. Auch bei lokalen und kleineren Krisen kann koordinierte Unterstützung einen Unterschied machen. An Hitzetagen könnten Freiwillige beispielsweise gefährdete Menschen unterstützen oder Trinkwasserangebote verteilen. Bei längerem Stromausfall können kommunale Anlaufstellen zusätzliche Hilfe benötigen. Nach einem lokalen Unwetter kann es darum gehen, Wege freizuräumen, Hilfsgüter zu verteilen oder Betroffene zu informieren. Solche Situationen zeigen: Resilienz entsteht nicht erst im Ausnahmezustand. Sie entsteht, wenn Kommunen, Einsatzorganisationen und Bevölkerung vorbereitet sind, sich kennen und verlässlich zusammenarbeiten können. 

Durch die angespannte geopolitische Lage bleiben - voraussichtlich - Naturkatastrophen mittelfristig nicht die einzigen Herausforderungen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Aus der Strategie der Bundeswehr ist das Thema ZMZ - Zivil Militärische Zusammenarbeit - nicht mehr wegzudenken und bildet zusammen mit dem Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) das Rückgrat der deutschen Gesamtverteidigung. Auch hierfür kann die KatHelfer Plattform einen relevanten Beitrag leisten. 

KatHelfer kann dafür eine gemeinsame digitale Grundlage bieten. Die Plattform schafft keine Hilfsbereitschaft. Die gibt es längst. Ihre Aufgabe ist es, aus dieser Bereitschaft wirksame Unterstützung zu machen: zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit einer klaren Aufgabe. Gerade weil professionelle Einsatzkräfte unverzichtbar sind, braucht es ein System, das sie durch gut koordinierte Spontanhilfe entlastet. KatHelfer verbindet deshalb digitale Technologie mit gesellschaftlichem Engagement. Als Ökosystem für Spontanhilfe kann die Lösung dazu beitragen, dass Menschen nicht nur helfen wollen, sondern auch wirksam helfen können.

Profilbild des Autors

Martin Bäumler

Leiter Digital Sustainability Industry Solutions

Martin Bäumler ist seit 2001 bei der Deutschen Telekom tätig und verantwortet seit mehr als zehn Jahren als Product Lead unterschiedliche Produkte und Lösungen. Seine Schwerpunkte reichen von Fixed Access und individuellen Sensorlösungen bis zu künstlicher Intelligenz und Big Data. Zudem gründete er das Corporate Blog „We love AI“ und wirkte an mehrfach ausgezeichneten Projekten mit.

Seit 2023 ist er bei T-Systems Leiter Digital Sustainability Industry Solutions. Dort verantwortet er Lösungen, die Kunden bei nachhaltigem Wirtschaften und der Bewältigung des Klimawandels unterstützen.

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